Kirchen dienen der Ehre Gottes

Evangelisch-reformierte Kirche verabschiedet Berthold Groenewold

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat Berthold Groenewold als Leiter ihrer Bauabteilung verabschiedet. 32 Jahre lang leitete der 65-jährige Architekt die Geschicke rund um alle Gebäude in der Evangelisch-reformierten Kirche. Bei einem Empfang am 28. Februar 2017 im Landeskirchenamt sagte Kirchenpräsident Martin Heimbucher, dass an diesem Tag eine Ära zu Ende gehe. Heimbucher betonte die innere Verbundenheit Groenewolds mit dem Auftrag der Kirche und mit dem Evangelium.

Groenewold kam 1985 als 33-jähriger Architekt vom Landkreis Emsland zur Evangelisch-reformierten Kirche und wurde im Landeskirchenamt der zweite Leiter der Bauabteilung. In seine Zeit fiel der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Großen Kirche in Emden zu einer Bibliothek und einem Studienzentrum. Die Einrichtung trägt heute den Namen Johannes a Lasco Bibliothek. „Wir haben damit Architekturgeschichte der Nachkriegszeit geschrieben“, resümiert er heute ein bisschen mit Stolz. Einen richtigen Kirchenneubau konnte Groenewold nur in Hildesheim mit auf den Weg bringen. Zuständig war er aber für zahllose Sanierungsmaßnahmen in den Kirchen, darunter viele mittelalterlichen Kirchen aus der Zeit vor der Reformation. „Ich erinnere mich an alle“, sagt er.

Die letzten großen Baumaßnahmen, die Groenwold begleitete, waren die Öffnung und Restaurierung der Gruft in der Reformierten Kirche in Loga und die Restaurierung der neugotischen Kirche in Loppersum. Bei jeder Restaurierung ging es Groenewold darum, dass die Kirchen das erfüllen, wozu sie gebaut wurden. „Sie dienen der Ehre Gottes und sind Orte, in denen sich die Gemeinde zum Gottesdienst versammelt“, hebt er hervor. In Zeiten knapper Kassen kann sich Groenewold auch vorstellen, dass Kirchengemeinden zukünftig ein Gebäude mal aufgeben. Ausgenommen hiervon sind aber die historischen Dorfkirchen. „Ihr Erhalt ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe“, betont er.  

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann erinnerte an die zahlreichen Bauvorhaben, die sie „zusammen mit Berthold Groenewold geschultert“ habe. Ihre Aufgabe sei es dabei gewesen, Bundesmittel zur Finanzierung zu finden. Wiebke Dreeßen vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege sagte, Groenewold habe mitgeholfen, das reiche Kulturgut in die nächste Generation zu tragen.

Neben seiner Tätigkeit im Landeskirchenamt war Berthold Groenewold auch stets in seiner Heimatkirchengemeinde Stapelmoor im Rheiderland aktiv - unter anderem im Kirchenrat und in der Synode des Rheiderlands. Diese Tätigkeit will er auch über seinen Ruhestand hinweg fortsetzen.

28.Februar 2017
Ulf Preuß, Pressesprecher

Bild unten: Bei der Verabschiedung im Landeskirchenamt: Wiebke Dreeßen, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege; Horst Jäkel, Architekt aus Bad Bentheim; Gitta Connemann, CDU-Bundestagsabgeordnete; Manfred Gerke, Pastor der Gemeinde Stapelmoor, Ingrid und Berthold Groenewold, Kirchenpräsident Martin Heimbucher

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