Kirchenmusik mit vielen Facetten

23. Kirchenmusikalischen Fortbildung im Kloster Frenswegen

37 ehrenamtliche Musiker aus über 20 Gemeinden haben an der kirchenmusikalischen Fortbildung „Reformatorische Lieder und Psalmen – damals und heute“ teilgenommen. Die Evangelisch-reformierte Landeskirche hatte dazu vom 24. bis 26. März ins Kloster Frenswegen eingeladen. Die Teilnehmer  im Alter von 15 bis 76 Jahren von Aurich bis Göttingen füllten das Kloster drei Tage lang mit Orgelklängen, Band-Grooves, rockigen und hymnischen Klängen der Blechbläser sowie der Vielfalt der menschlichen Stimme.

Die Musiker bildeten sich in den Bereichen Band, Bläser, Chor und Orgel sowie instrumentaler wie vokaler Chorleitung weiter. Landesposaunenwartin Helga Hoogland, seit 2003 beauftragt mit der Organisation der Kurse, begrüßte  Teilnehmer und Dozenten. Mit  dem Telemann-Kanon „Ich will den Herrn loben“ stimmte Kantorin Rushaniya  Salakhova aus Nordhorn auf das kirchenmusikalische Wochenende ein.

Die sechs Dozenten arbeiteten während der Fortbildung mit dem Liederbuch "freiTöne" des bevorstehenden Kirchentags und Reformatiomsjubiläums. Außerdem stand das Einstudieren sowie die Umsetzung des Crossover-Projekts "Sein Lob wird euch entflammen" auf dem Programm. Die Teilnehmer hatten zwei Wochen zuvor Aufgaben zugeschickt bekommen.

B-Popularkirchenmusiker Gabor Klink-Spekker konnte den Keyboardern viele nützliche Tipps zur Umsetzung geben und war für die  interne Probenarbeit der Bandabteilung verantwortlich. Martin Weissink aus Hengelo (Drums) teilte sich mit dem Gitarristen Martin Behrens aus Osnabrück (Dozent für Popularmusik) die Einheiten für Patternspiel, Rhythmik und theoretische Grundlagen auf. Auch wurde Einzelunterricht angeboten.

Für die Blechbläser stand zum einen neben der stilistischen Umsetzung zusätzlich das Dirigieren der Musik auf dem Programm. Nach nach zwei jähriger Ausbildung  werden sie demnächst ihre  D-Posaunenchorleiterprüfung absolvieren. Sie hatten die Aufgabe, die Wochenschlussandacht komplett musikalisch zu bespielen und vor allem zu dirigieren. Desweiteren bereiteten sich die  Blechbläser  am Samstag zusammen mit den Posaunenchorleitern des Tagesseminars  auf anstehende Reformationsmusiken vor und lernten dabei spezielle zum Reformationsjubiläum in Auftrag gegebene Kompositionen kennen.

Die Organisten bekamen viele hilfreiche Tipps von Frau Darija  Schneiderova. Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke führte zudem eine Exkursion mit den Organisten zur reformierte Kirche nach Veldhausen durch und gab Impulse zur Ausführung und Registrierung der Kompositionen von Samuel Mareshall.

Die nächste kirchenmusikalische  Fortbildung ist vom 20. -22. April 2018 im Kloster  Frenswegen.

Von Meret Manderfeld

 

Bild: Die ehrenamtlichen Kirchenmusiker aus über 20 Kirchengemeinden mit ihren Dozenten (Foto: Gerhard Lankhorst)

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