Kirchenpräsident mahnt zu Frieden und Gerechtigkeit

Gottesdienst am Heiligabend in der Johannes a Lasco Bibliothek

Kirchenpräsident Jann Schmidt hat in seiner Predigt im Gottesdienst am Heiligabend Frieden und soziale Gerechtigkeit angemahnt. Schmidt predigte in der Emder Johannes a Lasco Bibliothek, wo nach der Zerstörung der Großen Kirche am 11. Dezember 1943 erstmals nach 70 Jahren wieder ein Gottesdienst am Heiligabend gefeiert wurde.

Weihnachten sei das Fest des Friedens, so der Kirchenpräsident. An diesem Tag wollten die Menschen überwinden, was Angst mache und bedrücke. An Weihnachten schmerzten Hass und Gewalt, Streit und Gezänk besonders stark. Schmidt sagte: „Wenn heute in der Heiligen Nacht die Kerzen angezündet werden, dann soll mit dem Lichterglanz auch Friede einkehren in unsere Herzen und Häuser.“ Aber mit Blick auf Syrien, Israel, Palästina und Afghanistan, so Schmidt, warte der Traum vom weltweiten Frieden immer noch auf seine Erfüllung. Frieden bedeute aber nicht nur ein Schweigen der Waffen sondern auch Gerechtigkeit.

Sieben Millionen Menschen lebten im reichen Deutschland in Armut. Sie bräuchten die Stütze, sie bräuchten Kleiderkammern. „Dass Menschen in der Armutsfalle gefangen sind, dass einmal arm immer arm bedeutet, ist ein Skandal, mit dem wir uns nicht abfinden dürfen“, sagte Schmidt.

Die Nacht von Bethlehem öffne die Augen für die, die durch die Maschen der Gesellschaft fallen. Sie hole die ins Licht, die ins Abseits geraten sind.

Zum Gottesdienst in der Johannes a Lasco Bibliothek hatte die Emder Gemeinde eingeladen. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst der Posaunenchor aus Wybelsum und ein Saxophonquartett.

24. Dezember 2012
Ulf Preuß, Pressesprecher

Hier können Sie Predigt nachlesen

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