Evangelisch-reformierte Gemeinde Laar

Die Ev.-reformierte Gemeinde und die Ev.-altreformierte Gemeinde Laar in teilen sich unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit seit dem 01.08.2009 in einem Pilotprojekt je zur Hälfte eine Pfarrstelle. Die reformierte Gemeinde zählt etwa 600 Glieder, die altreformierte 250. Die gesamte Arbeit in beiden Gemeinden läuft mehr oder weniger parallel vom Kinderhort bis zu den Seniorenkreisen und allem, was dazwischen stattfindet.

Beide Gemeinden haben einen aktiven Mitarbeiterkreis für den Kindergottesdienst, Jungschargruppen, Kirchlichen Unterricht für acht bzw. Konfirmandenunterricht für vier Winterhalbjahre, jüngere und ältere Frauenkreise und einen Singkreis. Dem sehr starken und aktiven reformierten Posaunenchor gehören einige Altreformierte an. Das 14tägige Jugendcafe im reformierten Gemeindehaus ist ebenso Sacher aller Laarer Kirchen wie auch die montägliche 14tägige Ökumenische Krabbelgruppe.

Die Wahlbeteiligung liegt in der reformierten Gemeinde Laar um oder über sechzig Prozent, der Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes um zwanzig Prozent. Jeder dritte Einwohner im Dorf besitzt inzwischen die niederländische Nationalität. Gemeinsam versuchen die reformierte, altreformierte und katholische Kirche im Dorf auf NeubürgerInnen zuzugehen und sie anzusprechen. Mindestens zweimal im Jahr treffen sich die vollständigen Kirchenräte bzw. Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der drei Laarer Kirchen, zusätzlich mindestens zweimal im Jahr der reformierte und altreformierte Kirchenrat.

Ökumenische Highlights kommen dem ganzen Dorf zugute: Im Sommer gibt es eine ökumenische Gemeindefahrt, Konzerte, niederländischsprachige Gottesdienste, Gemeindefeste. Sportverein, Mühlenverein, Schützenverein, Loarscher Markt oder Weihnachtsmarkt stärken die dörfliche Gemeinschaft. „Die Laarer sind zuerst einmal gemeinsam Laarer, und erst danach reformiert, katholisch oder altreformiert." Einige Ortsteile der Gemeinde Laar gehören traditionell zu Emlichheim.

Die neugotische reformierte Kirche in Laar  (Foto rechts) wurde 1863 nach Plänen des Architekten Heidelberg aus Osnabrück erbaut und in den Jahren 2000 / 2001 sowohl außen als auch innen grundlegend restauriert. Dabei wurde weitgehend ihr ursprünglicher Zustand wiederhergestellt, indem z.B. die um die Jahrhundertwende zerstörten Schildgiebel außen erneut aufgemauert und innen die Kanzel an ihren ursprünglichen Platz zurückversetzt wurden und der Originalsandstein in Turmhalle, Gang und Chorraum wieder zum Vorschein kam. Die farbliche Gestaltung der Kirche und des Gestühls stellt eine Neuinterpretation dar, ebenso die Verglasung der gusseisernen Originalfenster.

 

Bis 1863 stand an gleicher Stelle eine kleine, wahrscheinlich vorreformatorische Kapelle mit nebenstehendem Glockenturm, die wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.Aus dieser Kapelle stammen (wahrscheinlich) noch:

  • das Taufbecken aus Bentheimer Sandstein, das aus den Jahren 1200 bis 1300 stammt (der Sockel ist im Jahr 2001 neu erstellt worden durch die Firma Monser, Nordhorn; die eingehängte Taufschale ist im Jahr 2001 entworfen und gefertigt worden durch Kunstschmied Duhn aus Nordhorn)
  • die Glocken im Turm: (Gussjahr: 1495; unterer Durchmesser: 78 cm; Höhe ohne Kranz: 64 cm; Gewicht: etwa 300 kg; Schlagton: h'; Gießer: Gerhardus de Wou aus Kampen / NL; Gussjahr: 1511; unterer Durchmesser: 100 cm; Höhe ohne Kranz: 79 cm; Gewicht: etwa 600 kg; Schlagton: fis'; Gießer: Gerhardus de Wou aus Kampen / NL)
  • die Kanzel mit ihrer Rückwand, auf der sich die Jahreszahl 1645 findet (restauriert im Jahr 2001 durch Jan de Buhr aus Loquard / Ostfriesland).Einen Schalldeckel hat die Kanzel wegen der Kleinheit der Kapelle offensichtlich nicht besessen.
  • eine „Holländische Staatenbibel" aus dem Jahr 1647

Foto: Rückwand der Kanzel von 1647

Die Orgel der Kirche wurde im Jahr 1980 durch die Firma Führer, Wilhelmshaven, als klassische Schleifladenorgel gebaut und im Jahr 2003 durch dieselbe Firma gründlich instand gesetzt. Die Besonderheit dieser Orgel besteht darin, dass in ihr vier Stimmen der alten Rohlfing-Orgel von 1883 integriert sind, nämlich: Gamba 8', Gedackt 8'; Rohrflöte 4' und Subbass 16'.


Kontakt
Name Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker
E-Mail
Telefon 05947/242
Adresse

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Laar
Hauptstraße 33
49824 Laar

Telefon: 05947/242

Gebäude der Kirchengemeinde
Evangelisch-reformierte Kirche
Hauptstraße 33
49824 Laar

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